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Ernst, Karl (Carl) Otto (1884-1967)

 
 

 

* 25.11.1884 Veltheim, † 7.5.1967 Aarau; Heimatort Aarau, Kölliken.

Maler und Grafiker. Zeichnung, Steindruck, Holzschnitt, Illustration und Plakat. Landschaften, Stillleben und Bildnisse.

 

 
 

Foto Otto Ernst an der Staffelei

 

Otto Ernst ist in Veltheim, Schönenwerd und Menziken aufgewachsen. Nach der Absolvierung von Primar- und Bezirksschule, welch letztere er in Reinach besuchte, ging er 1900 in die Lithographenlehre bei der Firma Müller & Trüb, der späteren A. Trüb & Cie. in Aarau. An der Gewerbeschule war er Schüler von Eugen Steimer. Bis 1950 war er bei dieser Firma tätig. Im Jahre 1910 ließ er sich für einen Studienaufenthalt in Paris beurlauben, wo er in der Grande Chaumière den Unterricht des bedeutenden Professors Eugène Grasset besuchte. 1912 schloss sich ein Studienaufenthalt in Florenz an. Dann lebte er bis 1918 in Oberentfelden und anschließend in Aarau.

1946 verlor er den einzigen Sohn, damals 22-jährig, und 1952 musste er von seiner Gattin Abschied nehmen. Es folgte eine Studienreise nach Italien (Castel Gandolfo) mit Max Burgmeier zusammen. Weitere Reisen unternahm er unter anderen nach Marokko und Ceylon.

Sein Freund Eduard Spörri hatte ihn in einer meisterhaften Plastik festgehalten.

 

 
 

Plakat Engelberg

 

Ernst hat in seiner Tätigkeit als Grafiker bei Trüb + Co. in Aarau ein überaus reiches und qualitativ hervorragendes graphisches Werk hinterlassen. Werke der Landschafts- und der Blumenmalerei und meisterhafte Zeichnungen ergänzen sein Werk.

 

 
 

Asp im Jura

 
Von Jugend auf ein nimmermüder, begeisterter Wanderer kannte er sich in seiner engeren Heimat, vorab dem Jura, aber auch in den Bergen, gut aus. Er darf als der Maler des Juras bezeichnet werden, dessen Stimmung er überzeugend auf die Leinwand zu bannen verstand.
 

 
 

Juragehöft

 
Auf seine Anregung wurde das „Rössli“ in Zeglingen BL die  Begegnungsstätte der Aargauer Maler.
Ausstellung:
1934, 10.25.11., Gewerbemuseum Aarau;
1954, 23.5.-13.6., Otto Ernst, Adolf Weibel, Hans Steiner, Gewerbemuseum Aarau;
1962, 6.1.–3.2., Galerie 6 Aarau;
1962, 17.11.8.12., Galerie Zur alten Kanzlei Zofingen;
1964, 31.106.12., Paul Eichenberger, Otto Ernst, Gerold Hunziker, Werner Hunziker, Aargauer Kunsthaus Aarau;

1966, 2.12.–7.12., Otto Ernst, Paul Eberle, Max Merz, Meinrad Bisig, Saalbau Reinach.

1967, 25.11.–31.12., Gedächtnisausstellung, Aargauer Kunsthaus Aarau;
1968, 23.3.11.4., Retrospektive, Galerie 6, Aarau; Galerie Zur alten Kanzlei, Zofingen.
 

 
 

Brissago, 1959

 
Schrift und Quelle:
Die Schweiz, Schweizerische illustrierte Zeitschrift, 11. Band, Zürich 1907;
Hans Käslin: Kunstleben im Aargau, in: Die Schweiz,  Schweizerische illustrierte Zeitschrift, 25. Band, 1921, S. 455–461;
Verkehrs- und Verschönerungsverein Aarau: Führer durch Aarau und Umgebung, Aarau 1923;
Max Irmiger: Aargauer Künstler, in: Schweizer Kunst, Art suisse, Nr. 5, Dez. 1932;
Schweizer Wehrkalender für das Jahr 1940, Aarau 1939;
Schweizer Wehrkalender für das Jahr 1941, Aarau 1940;
Gemeinderat der Stadt Aarau: 16 Ansichten von Aarau. Originallithographien von Aarauer Künstlern. Aarau 1946;
 

 
 

Incella Brissago

 
Geographica Helvetica, Bd. 22, Heft 1, 1967, S. 17;
Aargauer Almanach auf das Jahr 1975, Bd.1, S. 75 ff., Aarau 1974;
Baustein Strengelbach, Kunstwerke in Strengelbach, Strengelbach 1979;
Aargauer Kunsthaus Aarau, Sammlungskatalog Bd. 2, Aarau 1983;
Kunst Raum 5430, Kunst in Wettingen, Baden 1995;
Markus Schürpf: Kunst in Aarau, eine Stadt und ihre Sammlung, Aarau 1998;
Uli Münzel: Zwei Badener Kunstpostkarten-Serien, in: Badener Neujahrsblätter, Bd. 75, 2000, S. 145f.
 

 
 

Aarau, Obertor

 
 
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9. Jänner 2013

Stand: 01.04.11