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Wälchli-Roggli, Jeanne M. (1904–1978)

 
 

 

 

* 24.6.1904 Olten, † 8.9.1978 Aarau; Heimatort: Brittnau.

Malerin und Bildhauerin. Plastik, Gipsplastik, Bronzeplastik, Terracotta, Ölmalerei, Aquarell, Collage und Monotypie. Blumenstillleben und Bildnisse.

 

Foto Jeanne Wälchli an der Staffelei

   

 

    Foto Jeanne Wälchli  

Jeanne Wälchli-Roggli kam in einer vielköpfigen Eisenbahnerfamilie zur Welt. Sie wuchs in Olten auf und besuchte da die Primar- und 2 Jahre die Bezirksschule. 1919 besuchte sie 2 Jahre die Handelsschule in Olten. Von 1921 bis 1927 arbeitete sie als Korrespondentin in Deutsch, Französisch und Englisch in den Firmen NAGO, Euböolith und SUNLIGHT in Olten. 1928 war die Heirat mit dem Lehrer und Kunsthistoriker Dr. Gottfried Wälchli (1899-1960), mit dem sie zwei Kinder hatte. 1930 reiste sie erstmals für Museumsbesuche nach München, ein zweites mal 1936. 1932 unternahm sie eine Studienreise nach Amsterdam, Rotterdam und Brüssel. Während des zweiten Weltkrieges schuf sie ihre ersten Werke, Plastiken und einige erste Blumenbilder. Der Bildhauer Jakob Probst und Paul Bodmer rieten ihr, eine Ausbildung zu machen. Von 1943–1946 besuchte sie Kurse in Akt-, Bildnis-, Gegenstandszeichnen und Modellieren an der Gewerbeschule Basel. Sie widmete sich fortan dem Zeichnen und Modellieren. Vom Oltener Steinhauer Peier bekam sie handwerkliche Anleitungen. 1946 wurde sie Mitglied der GSMBA Solothurn. Von 1946-63 reiste sie mehrmals nach Florenz, Rom, Venedig, Siena, Assisi usw., zwischen 1949-51 besuchte sie verschiedentlich Paris, um die dortigen Museen zu besichtigen und von 1950-63 alljährlich nach München. 1958–1961 belegte sie nochmals für 2 Semester Kurse im Malen und Aktzeichnen bei Franz Fedier an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel. Von 1949–1961 hatte sie ihr Atelier in Trimbach, danach im eigenen Haus in Olten. 1961 reiste sie nach Wien. Intensive Farbigkeit kennzeichneten ihre Bilder aus.

1971 beteiligte sie sich an der Jahresausstellung der Aargauer Künstler im Kunsthaus Aarau.

Sie verlebte fast ihr ganzes Leben in Olten und verstarb im Pflegeheim Lindenfeld in Aarau.

 

 
 

Büste

 
Ausstellung:

1958, Disteli-Museum Olten.

1961, Galerie Schifflände Zürich;

1966, Badkeller Dulliken;

1971, 11.12.–16.1.1972, Jahresausstellung der Aarg. Künstler;

1980, 1.3.–22.3., Galerie im Zielemp Olten.
Quelle und Schrift:

Jeanne Wälchli zum Gedenken, Aargauer Tagblatt 16.9.1978.

 

4. Lenzing 2013

Stand: 11.03.20