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Triner, Johann Heinrich (1796–1873)

 
 

 

* 14.3.1796 Bürglen, † 21.4.1873 Muri; Heimatort: Arth.

Zeichner, Maler und Zeichenlehrer. Zeichnung und Malerei.

 

 

 

Johann Heinrich Triner war Mitglied der Künstlerfamilie Triner. Er kam als Sohn von Josef Franz Xaver Leontius Triner zur Welt, bei dem er auch seine erste Ausbildung in der Malerei wie auch an der Orgel genoss. Während seiner Kindheit fielen immer wieder fremde Heere ins Land, so dass die Mutter mit den Kindern mehrmals fliehen musste. Da der Vater früh starb, musste der Jüngling für seine Mutter und die fünf jüngeren Geschwister sorgen. Er arbeitete als Kolorist und Zeichner bei Lory in Neuenburg und Engelmann in Mühlhausen. Später war er am Institut Fellenberg in Hofwil Zeichenlehrer. 1835 kam er nach Lenzburg, wo er an der Erziehungsanstalt des Christian Lippe auf dem Schloss unterrichtete. Ab 1843 bis zu seinem Tode war er an der Bezirksschule Muri angestellt. Kurz nach der Ankunft in Muri starb seine erste Frau. Er heiratete ein zweites Mal. Beiden Ehen waren Kinder entsprossen.

     
  Unteres Stadttor Lenzburg, Mai 1841, Kolorierte Lithographie   Unteres Stadttor Lenzburg stadtseitig, Mai 1841, Kolorierte Lithographie  
Heinrich Triner zeichnete eine große Anzahl von Ansichten aus den Kantonen Aargau, Schwyz und Uri. Bekannt sind seine Darstellungen der Gotthardstrasse.
 

 
 

Niederlenz und Schloss Lenzburg, 1838, Bleistiftzeichnung

 
Quelle und Schrift:

Nachruf, Schlussbericht der Bezirksschule Muri 1873/74;

Die Schweiz, Schweizerische illustrierte Zeitschrift, 14. Band, Zürich 1910;

Lenzburger Neujahrsblätter 1933;

Peter Mieg, Dichtung, Malerei und Musik in Lenzburg 1803 bis 1953, Lenzburger Zeitung 28.8.1953;

Lenzburger Neujahrsblätter 1954;

Biographisches Lexikon des Aargaus 1803-1957, Aarau 1958;
Uli Däster, Künstler und Schulmeister, Aargauer Tagblatt 20.5.1974;
Alte Ansichten von Lenzburg, Graphiken und Gemälde von 1470-1900, Aarau 1992;

Unbekannter Aargau, Ansichten des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Laube, Aarau 1994.

   
  Kirche Seengen, Aquarell, 1836  
 

6. Gilbhart 2013

Stand: 11.03.20