eingang
künstlerwerdegänge
niederlenz
aargau
schweiz
 
 

Schellenberg, Jakob Rudolf (1895–1962)

 
 

 

* 3.7.1896 Wülflingen-Winterthur, † 7.6.1962 Elfingen; Heimatort: Pfäffikon ZH.

Landschaftsmaler und Zeichner. Ölmalerei, Aquarell, Temperamalerei und Zeichnung. Landschaften, Blumenstillleben, Tiere und Bildnisse.

 

 
 

Selbstbildnis, Jakob Schellenberg, 1950

 

Jakob Rudolf Schellenberg (Schelli) wuchs bei seiner Mutter in Horgen am Zürichsee auf und ging da in die Primar- und Sekundarschule. Dann kam er zu seinem Vater nach Arbon und begann 1911 eine dreijährige Lehre als Dekorationsmaler. In Zürich und Luzern war er Schüler der Kunstgewerbeschule. 1917/18 war er als Sanitätssoldat in Zofingen stationiert. Er lernte die Grippenspitäler als Pfleger und Kranker kennen. Er arbeitete in der Folge als Irrenpfleger in Münsterlingen und in einer Anstalt des Kantons Basel. Anfang der 20er-Jahre vollzog sich langsam der Übergang zum freien Künstler. Eine gewisse Zeit wohnte er noch im alten Hotel auf der Halbinsel Au und arbeitete halbtags als Maschinenlackierer in der Firma Suter-Strickler. Später betätigte  er sich als freischaffender Künstler in Zofingen, Azmoos und Finstersee ZG.

 

 
 

Sertig, Gouache, 1939

 
Er hatte Erfolg bei der nationalen Ausstellung von 1925, und er wurde Mitglied der GSMBA. Nun zog er weiter nach Schönenberg ZH und 1934 nach Hütten ZH. Hier blieb er 18 Jahre, der längste Aufenthalt am gleichen Ort. Von hier aus reiste er immer wieder ins Bündnerland, nach Sertig, Davos, Fextal, Wiesen und Frauenkirch. Vor dem 2. Weltkrieg reiste er auch ins Ausland, nach der Nordsee und Holland, später nach Südfrankreich.
Ab 1952 wohnte er in Waidberg. Hier blieb er aber nicht lange, da er erkrankte; Freunde verschafften ihm die Gelegenheit ins Künstlerheim Boswil zu ziehen. Hier wurde er jedoch nicht heimisch und ein Jahr vor seinem Tod kaufte er sich ein Haus in Elfingen, wo er am 7. Juni 1962 tot aufgefunden worden ist. Er wurde in Hütten beigesetzt.
Schellenberg war Mitglied des SAC, er liebte die Berge, betrieb den Reitsport, das Skifahren und Bergsteigen.
 

 
 

Frühlingsbild vom Horgenberg

 
Ausstellung:

Ab 1921 stellte er regelmäßig mit den Zürcher Künstlern aus.

1918, Dez., Kunst- und Buchhandlung H. Martin Zofingen;

1921, 8.12.–8.1.1921, Zürcher Künstler, Kunsthaus Zürich;

1925, 28.5.–19.7., Nationale Ausstellung, Kunsthaus Zürich;

1925, Feldmeilen;

1927, 21.7.–14.8., Turnusausstellung, Kunsthaus Zürich;

1927, 21.8.–11.9., Turnusausstellung, Kunstmuseum Luzern;

1938, 8.5.–22.5., Alpen und Jura, Saalbau Aarau;

1952, 4.5–15.6., Zürich-Land, Kunstmuseum Winterthur;

1952, Sept./Okt., Kunstsalon Wolfsberg Zürich;

1954, April, Bücherstube Exlibris Zürich;
1954, 6.9.–26.9., Jakob Rudolf Schellenberg, Alfred Bernegger, Galerie atelier 7, Zürich;
1956, Zürich-Land, Bülach;

1958, Zürich-Land, Winterthur.

 

 
 

Silsersee

 
Quelle und Schrift:

Tages Anzeiger, Nr. 237, 9.10.1923;

NZZ, Nr. 2180, 6.10.1952, Morgenausgabe, Blatt 2;

Die Tat, Nr. 85, 30.3.1954;

NZZ, Nr. 8401, 7.4.1954, Abendausgabe, Blatt 10;

Karl Iten: Zum Tode des Malers J.R. Schellenberg, in: Tages Anzeiger, 197, 14.6.1962, Blatt 10;

Willi Emil Büchli: Jakob Rudolf Schellenberg, Kunstmaler in Elfingen (1895–1962), in: Fricktaler Bote 22.6.1962;

Erwin Stirnemann: Jakob Rudolf Schellenberg †, in: Blätter der Vereinigung pro Sihlthal 1963, Nr. 3;

Blätter der Vereinigung pro Sihlthal 1963, Nr. 13.

 

 
 

Schellenberg-Fee

 
 

7. Hornung 2014

Stand: 11.03.20