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Hächler, Peter (1922–1999)

 
 

 

* 25.11.1922 Lenzburg, † 21.2.1999 Lenzburg; Heimatort Lenzburg.

Bildhauer. Kunst am Bau und architektonische Umgebungsgestaltung.

 

 
Peter Hächler wuchs in Lenzburg auf. Er besucht hier die städtischen Schulen und die Bezirksschule. Die Kantonsschule absolvierte er in Aarau. In Genf studierte er 1945 ein Jahr Architektur, dann wechselte er an die École des Beaux-Arts und schloss 1949 die Bildhauerklasse mit dem Diplom ab. Hernach ging er von 1949–1951 zu Germaine Richier nach Paris. In seinem Frühwerk kann man gut dessen Einfluss erkennen. 1958 kehrte er mit seiner Frau Eva und den beiden Kindern aus Paris in seine Heimatstadt Lenzburg zurück. Durch Abstraktion suchte er nun einfachere Grundmuster. Seit 1969 arbeitete er mit rein geometrischen Formen.
 

 
 

Plastik Friedhof Baden

 
Peter Hächler engagierte sich in der Kulturpolitik als Zentralpräsident der GSMBA Schweiz 1983–87, in zahlreichen Gremien für Kunst im öffentlichen Raum und als Initiant der Symposien über Kunst am Bau in Boswil. Als Mitglied der Aargauer Kunsthauskommission setzt er sich dafür ein, dass Heiny Widmer Nachfolger von Guido Fischer wurde.
 

 

 
 

Aufgenommen anlässlich der Ausstellung im Müllerhaus Lenzburg

 

Aufgenommen anlässlich der Ausstellung im Müllerhaus Lenzburg

 
Die Wechselbeziehung von Kunst und Bau ist das zentrale Thema in Hächlers Schaffen.
Seit den 80er Jahren benutzt er einige wenige Grundmodule. Er ist konstruktiver Bildhauer, geht von genauen Grundelementen aus und fügt sie intuitiv und spielerisch zu Organismen. Von ihm stammen außerordentlich viele Werke im öffentlichen Raum in der ganzen Schweiz, und er entwarf auch ganze Arealgestaltungen wie beim Kantonsspital Aarau (zusammen mit Ernst Häusermann und Charles Moser), beim Berufsbildungszentrum in Weinfelden (mit Charles Moser) oder bei der Gewerbeschule Lenzburg.

Mieghausgarten Lenzburg

 

Lenzburger Grenzstein

Burghalde Lenzburg

Anlässlich des Martini-Essens der Bibliotheksgesellschaft Lenzburg wurde 1952 sein Schaffen gewürdigt.

Quelle und Schrift:

Peter Mieg, Dichtung, Malerei und Musik in Lenzburg 1803 bis 1953, Lenzburger Zeitung 28.8.1953;
Edward Attenhofer, Die Lenzburger Grenzsteine von Peter Hächler, Lenzburger Neujahrsblätter 1957;

Helmut Suter: Peter Hächler – Der Bildhauer, in: Aargauer Tagblatt, 26.1.1960;

Art Suisse, Schweizer Kunst, Jahrheft 1966;
Elise Guignand: Schulhausschmuck der Pro Argovia im Bezirk Brugg, in: Brugger Neujahrsblätter 1970, S.77ff.;
10 Aargauer Künstler, Städtische Kunstkammer zum Strauhof, 20.10.-19.11.1972, Katalog, Zürich 1972;

Aargauer Almanach auf das Jahr 1975, Bd. 1, S. 293 ff., Aarau 1974;

Marie-Louise Lienhard, Art argovien d’aujourd’hui, Frick 1976;

Baustein Strengelbach, Kunstwerke in Strengelbach, Strengelbach 1979;

Uli Däster, Peter Hächler. Versuch einer Übersicht über sein bisheriges Schaffen, Lenzburger Neujahrsblätter 1980;

Aargauer Kunsthaus Aarau, Sammlungskatalog Bd. 2, Aarau 1983;

Diese Kunst fördert der Kanton Aargau, Dokumentation des Kuratoriums für die Förderung des kulturellen Lebens des Kantons Aargau über die Werkjahrempfänger im Bereich Bildende Kunst von 1971 bis 1982, Aarau 1983;
Stephan Kunz, Vom Jura bis heute, GSMBA Aargau, Aarau 1985;
Elisabeth Staffelbach, Peter Hächler, Katalog zur Ausstellung, Lenzburg 1990;

Annelise Zwez, Peter Hächler zum 70. Geburtstag, Lenzburger Neujahrsblätter 1993;

Peter Killer, Peter Hächler, Waser Verlag, Zürich 1994;
Anliker/Kunz, Allmende, Kunst im öffentlichen Raum im Aargau seit 1970, Aarau 1994;
Kunst Raum 5430, Kunst in Wettingen, Baden 1995;
Sabine Altorfer, Kunst in Baden, die Werke im öffentlichen Raum, Baden 1995;
Markus Schürpf, Kunst in Aarau, eine Stadt und ihre Sammlung, Aarau 1998;

Uli Däster, Peter Hächler zum 75. Geburtstag, Lenzburger Neujahrsblätter 1999;

Annelise Zwez, Gedenkblatt für den Bildhauer Peter Hächler, AZ 6.3.1999;
Stadt Aarau, Kunst im öffentlichen Raum, Aarau 2009.
Dorothea Strauss, Vernissagerede zur Ausstellung von Peter Hächler im Müllerhaus Lenzburg, 2.9.2011.
 

 

Die Schwebende am Durchbruch Lenzburg

 

 

 

Bronzevogel Lenzhardschulhaus Lenzburg

 

 

 

Gockel Ziegelrainbrunnen Lenzburg

 
Ausstellung:
1973, 26.10.25.11., Peter Hächler, Italo Valenti, Aargauer Kunsthaus, Aarau;

1976, 1.5.–23.5., Peter Hächler, Tobias Schiess, Galerie zur alten Kanzlei Zofingen;

1976, 12.6.–29.10., Peter Hächler, Rolf Brem, Kasinogarten Aarau;

1986, 25.10.–22.11., Peter Hächler, Gillian White, Galerie im Trudelhaus Baden;
1987, Peter Hächler, Galerie in Lenzburg, Lenzburg;
1990, 26.8.29.9., Peter Hächler, Galerie in Lenzburg, Lenzburg;
1994, 27.3.8.5., Retrospektive, Aargauer Kunsthaus, Aarau;
1995, 18.2.12.3., Peter Hächler, Godi Hirschi, Kath. Pfarreizentrum Lenzburg;
2011, 2.9.25.9., Retrospektive Ausstellung, Müllerhaus Lenzburg.
 

 
 

Hächlerhaus, Blumenrain 7 Lenzburg

 
 

12. Jänner 2013

Stand: 11.03.20