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Rauber, Karl (1866–1909)

 
 

 

* 8.8.1866 Konstanz, † 5.8.1909 Solothurn; Heimatort: CH.

Maler. Historien-, Genre- und Landschaftsmaler. Religiöse Themen.

 

 
 

Selbstbildnis Karl Rauber

 

Karl Rauber kam als Sohn des Musikdirektors und Musiklehrers Theodor Rauber und als Bruder des Komponisten Siegfried Rauber zur Welt. 1870 siedelte die Familie zuerst nach Muri AG und später nach Baden über. Dort verlebte Karl seine Jugendzeit. Nach dem Besuch der Landesausstellung von 1883 in Zürich wusste er, dass er Maler werden wollte. So bezog er die von Direktor Hermann Götz geleitete Kunstgewerbeschule Karlsruhe und nach zwei Jahren gleichenorts die Akademie der bildenden Künste.  Er wurde Schüler der Malklasse von Prof. Ferdinand Keller, Otto Schurth und später derjenigen von Prof. Caspar Ritter. 1890 trat er als Meisterschüler ins Atelier von Prof. Claus Meyer ein. Hier pflegte er die Bildnis-, Genre- und Historienmalerei religiösen Inhalts. 1896 stellte er anlässlich der Landesausstellung in Genf im Schweizerischen Salon das Werk "Die Vorbereitung zum Fest" aus. 1894 bewarb er sich um ein Atelier beim Prof. Graf Leopold von Kalckreuth und wandte sich unter dessen Leitung der Freilicht- und Landschaftsmalerei zu.

1896 zog er nach Baden und richtete sich im ehemaligen Heilsarmeelokal ein Atelier ein. Er malte zahlreiche Bildnisse, Interieurs, Figurenbilder und Landschaften. In der von Karl Moser in Wettingen erbauten Kirche St. Sebastian malte er 1895 das Wandbild "Das Abendmahl" mit überlebensgroßen Figuren. Wegen einer langwierigen Krankheit musste er dann sein Atelier in Baden aufgeben und zog 1905 nach Solothurn.
Karl Rauber beschickte regelmäßig die nationale Kunstausstellung der Schweiz, die Turnusausstellungen des Kunstvereins und die Weihnachtsausstellungen der Sektion Aargau der GSMBA.

Werke befinden sich im Museum Landvogteischloss Baden, Aargauer Kunsthaus Aarau und im Bündner Kunstmuseum .

 

 

 
 

 

 
Ausstellung:

1966, 30.8. Gedächtnisausstellung zum 100. Geburtstag, Landvogteischloss Baden;

1996, 15.10.–24.8., Karl Rauber, Carl Meyer-Diethelm, Johann Friedrich Hasler, Jacob Mayer-Attenhofer, Landvogteischloss Baden.

Quelle und Schrift:
Nachruf, Aargauer Tagblatt 7.8.1909;
Nachruf, Neue Zürcher Zeitung 9.8.1909;

Biographisches Lexikon des Aargaus 1803-1957, Aarau 1958;

Aargauer Almanach auf das Jahr 1975, Bd.1, S. 47, Aarau 1974;

Aargauer Kunsthaus Aarau, Sammlungskatalog Bd. 1, Aarau 1979.

Uli Münzel, Badener Künstler seit 1800, Badener Neujahrsblätter 1981, S. 58.

 

29. Herbsting 2013

Stand: 01.04.11