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Kuhn, Walter Friedrich „Kongo“ (1916-2007)

 
 

 

* 4.5.1916 Aarau, † 29.12.2007 Aarau; Heimatort Aarau.

Maler, Poet und Zeichenlehrer. Landschaften, Stillleben.

Malerei, Zeichnung, Aquarell, Radierung, Kupferstich, Grafik, Wandbild, Mosaik und Holzschnitt.

 

 

 

Schon als Kind wollte Walter Kuhn Maler werden. Maler und Zeichenlehrer. Er ist beides geworden. Sein Elternhaus an der Schönenwerderstraße 52 steht noch. Sein Vater, ebenfalls Maler, förderte sein Talent. Er war umgeben von Künstlern. In seiner Nachbarschaft wohnte der bekannte Aarauer Maler Otto Wyler. Walter Kuhn wohnte mit seiner Frau Vreni und drei Söhnen in einem Haus mit einem wunderschönen Garten an der Jurastraße 16, Aarau. Gute Freunde gingen ein und aus. In der Bezirksschule zeichnete er bei Guido Frey. Von ihm wurde er in die klassische Malerei eingeführt. Nach dem Lehrerseminar besuchte Walter Kuhn die Kunstgewerbeschulen in Zürich und Basel. Viele Jahre unterrichtete er als Zeichenlehrer an der Bezirksschule Aarau, später am Lehrerseminar Wettingen. Ausgebildet an Kunstakademien im Ausland, vor allem in Paris durch die traditionelle französische Schule des Postimpressionismus und Fauvismus, an der Académie Julian und an der Grande Chaumière, entwickelte Walter Kuhn konsequent und kontinuierlich seinen eigenen Stil. Neben seinen wichtigen Vorbildern Otto Wyler und Eugen Maurer setzte er sich immer wieder mit dem Werk Giorgio Morandis auseinander, dem großen Meister aus Italien.

 

 
Der ganze Kunstbetrieb war Walter Kuhn stets fremd, verdächtig. Ausstellungen strapazierten ihn emotional enorm. Trotzdem stellte er seine Werke regelmäßig aus. Er nahm an Weihnachtsausstellungen im Aargauer Kunsthaus teil; 1961 half er am Aufbau der Galerie 6 in Aarau mit. Der Künstler erfreute sich eines großen Sammlerkreises und hatte öffentliche Aufträge. Er lebte und malte die Natur, hielt Jurazüge fest. Er liebte die warmen Farben der Provence und malte Landschaften von klassischer Schönheit, meist in Öl, zuweilen in Aquarell.
     

Ausstellung:

1958, Restaurant Rathauskeller, Baden;
1968, 3.5.24.5., Galerie im Kornhaus Baden;
1968, 7.9.5.10., Galerie 6 Aarau;
1969, 12.10.2.1.., Galerie Rathausgasse Lenzburg;
1971, 5.3.11.3., Stadtbibliothek Aarau;
1971, 24.4.16.5., Walter Kuhn, Rolf Brem, Galerie zur alten Kanzlei Zofingen;
1971, 19.11.5.12., Walter Kuhn, Burghalde Lenzburg;
1972, 19.2.18.3., Galerie 6 Aarau;
1972, 21.9.14.10., Foyer SBG Aarau;
1975, 9.5., Walter Kuhn, Paul Eichenberger, Willi Dietschi, Carlo Ringier, Gluri-Suter-Haus Wettingen;

1977, 15.10.13.11., Aargauer Kunsthaus Aarau;

1980, 25.11.14.12., Galerie im Trudelhaus Baden;

1981, 8.5.–21.6., "Die Reuss", Galerie beim Kornhaus Bremgarten;

1987, 14.2.–7.3., Galerie 6 Aarau;

1989, 9.12.–14.1.1990, Zimmermannshaus Brugg;

1990, 7.9.–19.10., Rathaus Aarau;

1991, 4.5.-1.6., Galerie 6 Aarau;
1993, 6.3.3.4., Galerie 6 Aarau;
1994, 3.9.25.9., Galerie Rathausgasse Lenzburg;

1996, 22.3.14.4., Gluri-Suter-Huus Wettingen.

Schriften:

Gisi Georg, Die Gärtnerei am Falterhügel, SJW Nr. 710, 1960, illustriert von Walter Kuhn;
A. Hauser, Walter Kuhn, Badener Neujahrsblätter 1962;
Aargauer Almanach auf das Jahr 1975, Bd.1, S. 253, Aarau 1974;
Walter Kuhn, Aarauer Neujahrsblätter 1972;
Annelise Halder-Zwez, Walter Kuhn - Malerei und Lehrtätigkeit sind zwei Welten, Aargauer Kurier, 27.12.1974;

Walter Kuhn : Gemälde, Zeichnungen, Graphik : Ausstellung Aargauer Kunsthaus, 15. Oktober bis 13. November 1977 (Katalog), Aarau 1977;

Aargauer Politik vor Aargauer Bildern, Sieben Künstler schufen Werke für den Aargauer Großratssaal, Aargauer Tagblatt 30.11.1978;

Aargauer Kunsthaus Aarau, Sammlungskatalog Bd. 2, Aarau 1983;

Walter Kuhn / Hrsg.: edition galerie 6, Aarau ; (Verfasser und Red.: Carlo Mettauer, Roland Hächler), (Fotos: Antoine Bugmann), 1991;

Kunst Raum 5430, Kunst in Wettingen, Baden 1995;
Markus Schürpf, Kunst in Aarau, eine Stadt und ihre Sammlung, Aarau 1998;
Matthias Dieterle, Walter Kuhn - Zeichnungen 2002/03 aus dem Horentäli, Aarauer Neujahrsblätter 2007;
Gerhard Ammann, Walter Kuhn - die Zeichnungen aus dem Horentäli, Aarauer Neujahrsblätter 2007;
Nachruf, AT 16.1.2008.
 

24. Hornung 2013

Stand: 01.04.11