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Aerni, Franz Theodor (1853-1918)

 
 

 
* 19.10.1853 Aarburg, † 20.8.1918 Aarburg; Heimatort: Aarburg.

Maler. Landschaften, Gebirgsdarstellungen und Genreszenen.

     

 

Selbstbildnis Franz Aerni, Öl, 1871   Foto Franz Aerni  
Franz Theodor Aerni kam als Sohn des Franz Jakob und der Ursula Aerni-Gilli in Aarburg zur Welt und wuchs da mit drei Geschwistern auf. 1857 starb der Vater und die Familie zog nach Heiden. Die Witwe fand hier Zuflucht bei der Familie ihrer Stiefmutter. Weitere Kinder- und Jugendjahre verbrachte Aerni in Winterthur und in Lausanne, wo er 1870/71 seinen ersten Malunterricht bei Jean Joseph Geissner (1824–1894) erhielt. Danach studierte er von 1872 bis 1874 bei Adeodato Malatesta (1806–1891) an der Akademie zu Modena. Ab 1874 war Aerni in Rom tätig und wurde Schüler von Salomon Corrodi 1810–1892) an der Accademia San Lucca und später sein Mitarbeiter. In den Jahren 1878 und 1879 begleitete er dessen Sohn, Hermann Corrodi (1844–1905), auf einer Reise nach Ägypten und Zypern und brachte von dort zahlreiche Studien mit.
     

 

Rom   Angriff auf die Karavane  
Nach seiner Rückkehr begann die Freundschaft mit August Weckesser (1821–1899). Er kam auch mit Frank Buchser (1828–1890) und Karl Stauffer (1857–1891) in Kontakt. Bei der künstlerischen Ausstattung des Festsaales des Deutschen Künstlervereins in Rom im Palazzo Serlupi wirkte er mit und beteiligte sich an verschiedenen schweizerischen Kunstausstellungen. Zu Beginn des ersten Weltkriegs kehrte er in die Schweiz zurück..
     

 

Orientalische Gassenszene   Umzug  

Vorwiegend stellte er in seinen Landschaftsbildern Motive aus Neapel und Rom - auch lebhafte Straßenszenen - orientalische Motive, sowie Tessiner und Graubündner Gebirgszüge dar. Er malte auch Reproduktionen alter Meister. Die meisten seiner Bilder sind in italienischem und amerikanischem Privatbesitz.

Der Kunstmaler Walter Aerni war sein Neffe.

 

 
 

Der Schlangenbeschwörer

 
Ausstellung:
2018, 04.04.+13.05., Franz Theodor Aerni, Gedenkausstellung zum 100. Todestag, Heimatmuseum Aarburg.

Schrift:

Biographisches Lexikon des Aargaus 1803-1957, Aarau 1958;

Franz Mosele: Sammlungskatalog Aargauer Kunsthaus Aarau, Bd.1, Aarau 1979;

Fritz Heitz: Der Kunstmaler Franz Theodor Aerni, ein Lebensbild; in: Aarburger Neujahrsblatt 1984 ; S. 25-29;
Hans Schmid: Klare Kompositionen mit Liebe zum Detail, in: Allgemeiner Anzeiger/Wiggentaler, 29.05.2018.
 

 
 

Römische Landschaft

 
 

17. Gilbhart 2012 / 6. Östring 2018

Stand: 01.04.11